Technologie

RPA

Robotic Process Automation

RPA bezeichnet Software-Roboter, die regelbasierte, sich wiederholende Aufgaben auf Benutzeroberflächen ausführen: Klicks, Eingaben, Daten kopieren. Sie agieren wie ein Mitarbeiter, der dieselbe Tätigkeit nie müde wird.

Schaffsch-Position

RPA ist ein guter Übergangsbaustein, kein Ziel. Wer langfristig auf RPA als Backbone setzt, baut Brücken, statt das Problem zu lösen. RPA als temporäre Brücke zu einer neuen System-Architektur ist allerdings sinnvoll.

Fabian Wolff

RPA hat seinen Hype-Peak hinter sich. Heute ist die Frage selten 'klassisches RPA oder nicht', sondern 'RPA, Workflow-Automatisierung mit API oder LLM-Agent'. Die Antwort hängt am bestehenden System-Stack.

Kommentar von Fabian Wolff

Kontext

RPA wurde Mitte der 2010er-Jahre populär mit Anbietern wie UiPath, Automation Anywhere und Blue Prism. Im Mittelstand ist RPA besonders dort wertvoll, wo ältere Systeme keine APIs haben und manuelle Übertragung der einzige Weg war. Mit dem Aufkommen von LLM-basierten Agenten verschiebt sich die Grenze, was klassisches RPA leisten kann.

Beispiel

Ein Mittelständler nutzt einen RPA-Roboter, der nachts in ein altes Lager-Verwaltungssystem einloggt, dort die Tagesbestände ausliest, in Excel exportiert und in das neue Cloud-ERP überträgt. So bleibt das alte System produktiv, während das neue parallel aufgebaut wird.

Häufige Fragen

Wann brauche ich RPA statt klassischer Automatisierung?

Wenn das Zielsystem keine API hat oder die API funktional zu begrenzt ist. RPA simuliert dann den Menschen am Bildschirm. Wo APIs verfügbar sind, ist iPaaS oder Workflow-Automatisierung schneller, robuster und billiger im Betrieb.

Ist RPA eine KI?

Klassisches RPA ist keine KI. Es folgt starren Regeln und kann ohne Anpassung keine neuen Fälle behandeln. Sobald ein RPA-Tool mit Machine Learning für Dokumentenerkennung oder mit einem LLM für unstrukturierte Eingaben kombiniert wird, spricht man von intelligenter Automatisierung. Die Grenze verschiebt sich, aber RPA als Etikett bedeutet erstmal: Regel-Roboter.

Was kostet RPA im Mittelstand?

Die Software-Lizenz für einen Roboter liegt bei großen Anbietern wie UiPath oder Automation Anywhere bei rund 5.000 bis 17.500 Euro pro Jahr. Hinzu kommen Implementierung und laufende Wartung, häufig in ähnlicher Größenordnung. Wer KI-Komponenten ergänzt, landet schnell bei plus 10.000 Euro jährlich. Open-Source-Alternativen senken Lizenz-Kosten, verlagern den Aufwand aber in den Betrieb.

Welche Arten von RPA gibt es?

Drei Grundtypen. Attended RPA läuft auf dem Arbeitsplatz eines Mitarbeiters und unterstützt während der Arbeit. Unattended RPA läuft im Hintergrund auf Servern und arbeitet ganze Prozesse ohne menschliche Anwesenheit ab. Hybride Setups kombinieren beides, etwa wenn ein Mitarbeiter eine Ausnahme entscheidet und der Roboter den Rest übernimmt.

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