Konzept

On-Premise

On-Premise (Betrieb im eigenen Rechenzentrum)

On-Premise bezeichnet den klassischen Betrieb von Software auf eigener Hardware im eigenen Unternehmen. Server, Betriebssystem, Anwendungs-Software, Backup und Sicherheit liegen vollständig in der Verantwortung des Unternehmens. Es ist das Gegenmodell zur Cloud.

Schaffsch-Position

On-Premise neu einzuführen ist 2026 in den meisten Fällen ein Rückschritt. Wer Sicherheit als Argument anführt, übersieht oft, dass professionelle Cloud-Anbieter höhere Sicherheits-Standards betreiben als jeder mittelständische Inhouse-Server-Raum. Echte On-Premise-Argumente sind selten: Regulatorische Hardcore-Vorgaben oder tiefe Produktions-Integration. Alles andere ist meist Gewohnheit oder Misstrauen.

Fabian Wolff

Aus Sales-Sicht: Wer mit „aus Sicherheits-Gründen wollen wir On-Premise“ argumentiert, hat oft das Sicherheits-Thema nicht verstanden. Cloud bei einem deutschen Anbieter ist meistens sicherer als der Server-Schrank im Hinterhof, weil Patches, Backups und Zugriffsrechte professionell gemanagt werden.

Kommentar von Fabian Wolff

Kontext

On-Premise war bis etwa 2015 der Standard für Mittelstands-IT. Mit der Reife von Cloud-Lösungen ist On-Premise heute die Minderheits-Wahl, hat aber in bestimmten Szenarien weiterhin Berechtigung. Bei sehr engen Datenschutz- oder Branchen-Vorgaben, bei tief in die Produktion eingebundener Werkstatt-Steuerung, oder bei kritischen Systemen, die ohne Internet-Verbindung weiterlaufen müssen. Die meisten On-Premise-Entscheidungen im Mittelstand 2026 sind allerdings Trägheit, keine bewusste Architektur-Wahl.

Beispiel

Ein Maschinenbauer mit 180 Mitarbeitern betreibt sein MES auf einem eigenen Server in der Produktion, weil das System direkt mit SPS-Steuerungen kommuniziert und Sub-Sekunden-Reaktionszeit braucht. ERP, CRM und Office laufen in der Cloud. Das ist die typische Hybrid-Architektur: Cloud, wo es passt, On-Premise, wo es technisch begründet ist.

Häufige Fragen

Wann macht On-Premise heute noch Sinn?

In drei Szenarien: Erstens bei sehr strengen branchen- oder behördlichen Datenschutz-Vorgaben, die Cloud explizit ausschließen. Zweitens bei tief in die Produktion integrierten Systemen wie MES mit SPS-Kopplung. Drittens bei kritischen Systemen, die auch ohne Internet-Verbindung weiterlaufen müssen. In allen anderen Fällen ist Cloud die rationalere Wahl.

Was ist Hybrid-Cloud?

Eine Architektur, bei der Teile der IT in der Cloud und Teile On-Premise laufen, mit klarer Aufgaben-Teilung und Schnittstellen dazwischen. Typisch im Mittelstand: ERP und CRM in der Cloud, MES und produktionsnahe Steuerung On-Premise. Wichtiger als das Schlagwort ist eine bewusste Entscheidung pro System, nicht eine pauschale Default-Wahl.

Was kostet On-Premise wirklich?

Die sichtbaren Kosten sind Server-Hardware, Lizenzen und Wartungs-Verträge. Die unsichtbaren Kosten sind oft größer: IT-Personal für Administration, Patches und Backups, Strom und Kühlung im Server-Raum, Hardware-Erneuerung alle fünf Jahre, Sicherheits-Investitionen und Schulung. Realistisch liegen die Gesamt-Kosten über fünf Jahre für mittlere Setups bei 50.000 bis 250.000 Euro über reinen Lizenz-Preisen.

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