System

CRM

Customer Relationship Management

Ein CRM ist die zentrale Wahrheits-Schicht für Kunden- und Vertriebsdaten: Wer ist im Funnel, in welcher Phase, mit welchen Aktivitäten. Es ist das System, das den Vertrieb steuerbar macht, statt ihn aus dem Kopf einzelner Verkäufer zu führen.

Schaffsch-Position

Ein CRM einzuführen, ohne den Vertriebsprozess vorher zu klären, ist eine der teuersten Anfänger-Fehler. Das CRM wird dann zur Daten-Friedhof, weil niemand pflegt, was nicht zum Tagesgeschäft gehört. Erst den Prozess klären, dann das System aussuchen.

Fabian Wolff

Ein CRM kann keinen fehlenden Vertriebsprozess ersetzen. Es kann ihn nur abbilden. Wer keinen Prozess hat, kauft sich mit dem CRM eine teurere Form der Unordnung.

Kommentar von Fabian Wolff

Kontext

CRM-Systeme entstanden in den 1980ern aus Kontaktmanagement-Tools und sind heute Standard im B2B-Vertrieb. Im Mittelstand wird ein CRM oft mit ERP verwechselt: Das ERP weiß, was passiert ist (Aufträge, Rechnungen), das CRM weiß, was vielleicht noch passiert (Leads, Angebote, Pipeline). Beide gehören in den Stack, aber sie lösen unterschiedliche Probleme.

Beispiel

Ein B2B-Dienstleister mit 30 Mitarbeitern nutzt HubSpot als CRM. Eingehende Anfragen aus Webformularen landen automatisch im CRM, werden über Autopmatisierungen vorqualifiziert und einem Vertriebsmitarbeiter zugewiesen. Sobald ein Angebot zum Auftrag wird, fließen die Stammdaten ins ERP für die Auftragsabwicklung.

Häufige Fragen

Was kostet ein CRM für 10 Nutzer?

Im Mittelstand realistisch 30 bis 90 Euro pro Nutzer pro Monat für etablierte Cloud-CRMs wie HubSpot, Pipedrive oder Salesforce Essentials.

HubSpot oder Salesforce für den Mittelstand?

HubSpot ist im Mittelstand meist die pragmatischere Wahl: Schnellere Einführung, einfachere Bedienung, gutes Marketing-CRM-Bundle. Salesforce wird ab gewisser Komplexität mächtiger, aber auch teurer und beratungsintensiver. Pipedrive ist eine starke Alternative bei rein vertrieblichem Fokus.

Welche Arten von CRM gibt es?

Akademisch unterscheidet man drei Typen: Operatives CRM (Vertrieb, Marketing, Service als Tagesgeschäft), analytisches CRM (Auswertung von Kundendaten, Segmentierung, Forecasts) und kollaboratives CRM (geteilte Sicht über Abteilungen und externe Partner hinweg). In der Praxis kauft man im Mittelstand eine Plattform wie HubSpot, Pipedrive oder Salesforce, die alle drei abdeckt. Die Typologie hilft beim Anforderungs-Workshop, nicht beim Anbieter-Vergleich.

Welches CRM eignet sich für kleine Unternehmen?

Bei unter 10 Mitarbeitern reicht oft Pipedrive oder die HubSpot-Free-Variante, manchmal sogar eine sauber geführte Airtable-Pipeline. Ab 10 bis 30 Mitarbeitern wird HubSpot Sales Hub Starter oder Zoho CRM zur pragmatischen Wahl: Schneller einsatzfähig, günstig in der Lizenz, bei sauberem Prozess vollständig ausreichend.

Ist SAP ein CRM-System?

SAP ist primär ein ERP-Anbieter, hat aber mit SAP Sales Cloud (früher SAP C/4HANA bzw. Hybris) auch CRM-Lösungen im Portfolio. Im deutschen Mittelstand kommt SAP-CRM trotzdem selten zum Einsatz, weil HubSpot, Pipedrive, Salesforce oder Zoho dort deutlich verbreiteter und einfacher einführbar sind. Wer SAP S/4HANA im Einsatz hat, schließt damit nicht automatisch SAP CRM mit ein.

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