Best-of-Breed
Best-of-Breed-Ansatz (vs. All-in-One)
Best-of-Breed beschreibt einen System-Ansatz, bei dem für jede Aufgabe das jeweils beste spezialisierte Werkzeug eingesetzt wird, statt alles in einer integrierten Plattform abzubilden. Gegenteil: All-in-One.
Schaffsch-Position
Für die meisten Mittelständler ist Best-of-Breed strukturell überlegen: Schnellere Einführung, niedrigere Lock-in-Kosten, höhere Spezialisierung pro Funktion. Voraussetzung ist eine gute iPaaS-Schicht.

Best-of-Breed funktioniert nur mit sauberer Integration. Wer die Tools ohne Verbindungen nebeneinander stellt, hat das Schlechteste aus beiden Welten: Insellandschaft plus Lizenzkosten.
Kommentar von Philipp Sonnenstrahl
Kontext
Der Begriff stammt aus der Enterprise-IT der 1990er und beschreibt die strategische Wahl zwischen tief integrierter Suite (z.B. SAP) und einer Sammlung spezialisierter Tools mit Schnittstellen dazwischen.
Beispiel
Ein Mittelständler entscheidet sich gegen eine SAP-S/4-Einführung und für einen Best-of-Breed-Stack: Xentral als ERP, HubSpot als CRM, DATEV für Buchhaltung, Power BI für Reporting, Make.com als iPaaS.
Häufige Fragen
Wann lohnt sich All-in-One trotzdem?
Bei sehr stark integrierten Branchen (Industrie mit MES-Anbindung, Großhandel mit komplexen Warenwirtschaftsanforderungen) oder bei sehr begrenzter IT-Kapazität. Auch in stark regulierten Branchen, wo eine einheitliche Audit-Spur strategisch wichtig ist.
Was ist der Unterschied zu Best-of-Suite?
Best-of-Suite ist das Gegenteil: Eine integrierte Plattform deckt möglichst viele Funktionen aus einer Hand ab (z.B. SAP S/4HANA, Oracle NetSuite, Microsoft Dynamics 365 mit Power Platform). Vorteile sind einheitliche Datenmodelle und weniger Schnittstellen. Nachteile sind höhere Lock-in-Kosten und schwächere Spezialisierung pro Funktion. Im Mittelstand ist die Wahl meist kein Entweder-Oder, sondern eine Mischung: Suite als Rückgrat (ERP), Best-of-Breed an den Rändern (CRM, Reporting, Logistik).
Welche Nachteile hat Best-of-Breed konkret?
Integrations-Aufwand pro neuem Tool, Daten-Konsistenz über Systemgrenzen hinweg, Lizenz-Komplexität bei vielen Vendoren, fragmentierte User-Experience für Mitarbeiter und unklare Verantwortung bei System-übergreifenden Bugs. Faustregel: Pro Tool kommt ein wiederkehrender Wartungs-Aufwand von 5 bis 15 Prozent der Lizenzkosten oben drauf.
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